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 12 km 

Vom Radwegabzweig in Hainewalde (unterhalb des Butterberges, in Mandaunähe) geht es aus dem Tal nördlich heraus (zunächst gemeinsam mit dem Wanderweg gelber Strich) bis man nach dem Anstieg auf eine Hochfläche gelangt. Richtung Kälberbusch geht es nun links weiter. Dabei hat man einen herrlichen Blick auf die Bergkette des Zittauer Gebirges. An der Kreuzung geht es gerade aus weiter nach Spitzkunnersdorf. Der Bau eines Radweges neben der Straße ist in Vorbereitung. Nach dem Kreisverkehr kommt man an die Nieder-Schänke und kann einkehren. Gegenüber biegen wir rechts in die Poststraße ein. Hier  am Parkplatz steht eine große Orientierungstafel. Weiter geht es dann über die Dorfstraße nach rechts (der Karasek-Radweg kommt hinzu). Beide führen die Weberstraße hinauf  und queren oben die S 135. Hier ist ein kurzer Abstecher nach links zum Gasthaus Sachsenklause möglich. Unsere beiden Radwege führen nun aber die Obere Zeile weiter. Am Sorgeweg wird Leutersdorf erreicht. Nun kreuzt der Radweg den Hauptwanderweg (Oberlausitzer Bergweg,  blauer Strich, alter Pascherweg).

Weiter geht es in die Oststraße. Diese wird am Linksknick verlassen (geradeaus weiter). Jetzt ist der Gebietswanderweg (Oberlausitzer Rundweg, roter Punkt) hinzugekommen und es geht an den alten Gleisen entlang. Nun stößt noch der Wanderweg  mit dem gelber Strich hinzu. Gemeinsam mit diesem geht es nach links, vorbei an der Zahnarztpraxis, hinunter zum Zittauer Platz (Orientierungstafel, Informationen). Hier wird dann die Hauptstraße überquert und an der Apotheke vorbei geht es in die Mittelstraße bis zur kleinen Kreuzung. Nun  biegt der Radweg links ein in die Straße der Jugend.

                        Schönes Umgebindehaus

 

Gleich linker Hand ist das Leutersdorfer  Museum „Lautexerinnerungen" (allerdings nicht täglich geöffnet, Anmeldung unter Tel. 03586 787986 bei Georg Strietzel) zu finden. Es dokumentiert eindrucksvoll die große Textilindustrietradition des Ortes und der  Umgebung.

Ein Abzweig in den Kretschamweg wiederum nach links ist empfehlenswert: nach 200 m steht man am ehemaligen Gasthof Niederkretscham. Es ist ein geschichtlich wichtiges Haus, denn hier wurde am 12.März 1849 die Übergabe der einstigen böhmischen Enklave Niederleutersdorf  zu Sachsen vollzogen. Von Böhmen aus gesehen war es freilich eine Exklave in der sächsischen Oberlausitz.

Zurück aber zu unseren  Radwegen. Es geht bald rechts weiter in die Querstraße. Hier nun trennen sich die beiden Radwege. Unser Umgebindehausweg biegt nach rechts ab in die Geschwister-Scholl-Straße. Vorbei kommt man an einem besonders stattlichen Umgebindehaus.  Es ist das Henke-Haus, so genannt nach dem einstigen  Textilfabrikanten. Nun folgt unser Weg der Nordrichtung.

                

Bald erreichen  wir  einen  weiteren Gasthof (Orientierungstafel am Parkplatz). Es ist der  Leutersdorfer Traditionsgasthof schlechthin, der Oberkretscham. Hier wurde 1800 nach einem dreisten Einbruch im eigenen Ort die Räuberbande um Johannes Karaseck verhört und  eingesperrt, ehe nach einigen Tagen die Bandenmitglieder  nach Bautzen in die Fronfeste überführt wurden.

               

Unsere Straße führt dann weiter am ehemaligen Rittergut Oberleutersdorf I vorbei, das linkerhand liegt. Hier war am 31.7.1800 besagter Einbruch der Räuberbande beim Gutsbesitzer Glathe, die im heutigen Leutersdorfer Ortsteil  Neuwalde ihr Quartier in der Kreibichschenke hatte.

                

Es geht jetzt durch das einstige Industrieviertel von Leutersdorf mit Lautex 3.4., das sich rechter Hand befand und wo jetzt u.a. die Firma Werder Bedachungen ansässig ist. Hier gab es früher den Schlossteich mit Mühle. An besonders schönen Umgebindehäusern vorbei fährt man weiter die Friedensstraße hinauf. In Oberleutersdorf befand sich linker Hand am Ende des Ortes einst das Koenneritzgut. Marie v. Koenneritz lebte hier bis 1962. Sie schrieb Geschichten, Heimatgedichte, Spruchkarten, war christlich und sehr sozial eingestellt.

Unser Radweg biegt aber nach rechts ab, um Neueibau zu erreichen. Hier führt er dann an Sportplatz und  Turnhalle vorbei (Einkehrmöglichkeit) und dann geht es nach Eibau hinunter. Man kommt an der  berühmten Schwarzbierbrauerei vorbei. Schließlich wird die B 96 gekreuzt und unterhalb des Beckenberges endet unser Radweg (Anschlussmöglichkeiten zu Fernradwegen).

Dietmar Eichhorn, Ortswegewart