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Einführung

Leutersdorf ist ein wunderschönes Dorf inmitten des Oberlausitzer Berglandes.
Es liegt, eingefügt in die Oberlausitzer Umgebindehauslandschaft, in einer durch Wanderwege erschlossenen schönen Wald- und Feldflur.
Seit Januar 1998 haben sich unsere Orte Leutersdorf und Spitzkunnersdorf zu einer Einheitsgemeinde namens Leutersdorf zusammengeschlossen. Mit insgesamt 3.880 Einwohnern ist Leutersdorf ein Ort, der sich mit seinem angesiedelten Gewerbe, seiner Industrie und Landwirtschaft positiv entwickelt hat.

 

Geschichtliches

Urkundlich erwähnt wurde Leutersdorf 1347 zum ersten Mal unter dem Namen Lutgersdorf oder Luitgersdorf. Spitzkunnersdorf wurde ebenfalls 1347 erstmals als Kirchdorf Cunarsdorf und 1384 als Connersdorf genannt. Später erhielt Kunnersdorf seinen Namen nach dem in der Nähe gelegenem Spitzberg, dem "Großen Stein" und heißt seitdem Spitzkunnersdorf.
Leutersdorf wurde nicht zuletzt bekannt durch den Räuberhauptmann Karasek, der mit seiner Räuberbande Ende des 18. Jahrhunderts in der näheren Umgebung sein Unwesen trieb. Man erzählt sich, dass er besonders gern geizige Reiche bestohlen hat und die Beute an Arme verteilte. Natürlich behielt er auch einen Teil der Schätze und versteckte sich im Wald zwischen Spitzkunnersdorf und  Großschönau. Sein Quartier hatte Karasek in der Kreibichschenke im Leutersdorfer Ortsteil Dörfel, an die heute nur noch eine Schrifttafel erinnert. Als Karasek im Jahre 1800 verhaftet wurde, brachte man ihn für einige Tage in den Sächsischen Gerichtskretscham nach Oberleutersdorf und verhörte ihn dort. Heute befindet sich in diesem historisch interessanten Gebäude die Gaststätte "Oberkretscham", wo man auf originelle Art und Weise immer wieder an die einstige "Karasekzeit" erinnert wird. Karasek selbst kam anschließend nach Bautzen und wurde letztendlich zu lebenslanger Festungshaft verurteilt, die er dann bis zu seinem Tode im Jahre 1809 in Dresden verbüßte.

 

Wirtschaft / Infrastruktur

Nach der Wende schlossen auch in Leutersdorf unzählige Fabriken und Produktionsstätten. Doch im Laufe der letzten Jahre haben sich viele Gewerbetreibende niedergelassen und es investierten nicht wenige Industriebetriebe in unserem Ort. So blicken wir heute stolz auf Firmen wie Cord und Velveton GmbH, Zimmermann Technische Federn GmbH, C.F. Weber GmbH, BFB Textilkonfektions GmbH, E.Raiss GmbH & Co. Baustoffhandel KG,  Werder Bedachungen GmbH, Laserschneiden Metallbau Speerschneider, Kunststoffverarbeitung Langer, Textilveredelung Kindermann GmbH sowie EKO-Grün Garten- und Landschaftsbau GmbH, Leutersdorfer Baumschulen GmbH und nicht zu vergessen die Vermögensgemeinschaft Spitzkunnersdorf und den Landwirtschaftsbetrieb Menzel, die den Großteil unserer Wiesen und Äcker bewirtschaften.
 Aber auch die Bereitstellung der nötigen Infrastruktur durch die Gemeinde Leutersdorf sorgt dafür, dass sich alle Einwohner von Jung bis Alt in unserem Ort wohl fühlen können. So mussten Ruinen der Abrissbirne weichen. Die dadurch entstandenen Freiflächen können so von Investoren genutzt werden bzw. sind schon genutzt worden.
 Die nächsten großen Ziele sind der Bau des Pflegeheimes, die Erschließung des Gewerbegebietes Geschwister-Scholl-Straße und der Bau des Fuß- und Radweges von der Jägerstube bis zur Sachsenklause.
 In Leutersdorf befinden sich drei Kirchen, zwei Kindertagesstätten, eine neue Grundschule, die seit dem Schuljahr 06/07 genutzt wird, vier Sportplätze, drei Sporthallen, eine Skater-Bahn, eine Sprungschanze, ein Streichelzoo, zwei Spielplätze, eine Apotheke, Ärzte, eine Filiale der Sparkasse, ein edeka-Markt, Gaststätten und mehrere Übernachtungsmöglichkeiten. Auch Leutersdorf ist an das öffentliche Verkehrsnetz angeschlossen. So kann man uns derzeit mit den Bus-Linien 3, 24, 48 und 49 der KVG Zittau erreichen.

 

Natur / Kultur / Tourismus

Leutersdorf erreicht man über den Oberlausitzer Bergweg, der mit dem blauen Strich gekennzeichnet ist oder den Wanderweg, auf den ein roter Punkt hinweist. Der Oberlausitzer Bergweg beginnt in Zittau und führt über Oybin - Lückendorf - Hochwald - Jonsdorf - Weberberg - Großschönau - Hutberg - zur Karasekhöhle. Hier hofft mancher einen Teil des Schatzes von Karasek zu finden.
Unser Skiverein hat sich in der Nähe der Karasekhöhle ideale Sportbedingungen geschaffen und eine eigene Sprungschanze mit drei Absprungtürmen gebaut.
Im Sommer wird auf Matten gesprungen und die "Dreischanzentournee" durchgeführt. Hier sind es Sohland, Kottmarsdorf und Spitzkunnersdorf, die um den begehrten "Oberlausitz-Pokal" kämpfen. Die Wanderwege führen an der Gaststätte "Wilder Hirsch" vorbei, die stets einen schmackhaften Wildbraten anbietet. Weiter geht es nun in Richtung Goethekopf. Wendet man noch einmal den Blick, so schaut man auf die Spitzkunnersdorfer Kirche und den Forsten.
Im Süden liegt das Zittauer Gebirge mit dem höchsten Berg in der Oberlausitz, der Lausche mit 793 m und südöstlich findet man das Iser- und Riesengebirge. Beim Großen Stein angekommen, geht es nun wieder abwärts auf einen Wiesenpfad zur bekannten "Emmabank", auf der es sich gut verweilen lässt. Dabei fällt der Blick auf das "Dörfel", dem traditionell katholischen Ortsteil Leutersdorf`s im Nordwesten und auf den Wacheberg mit den Windkraftanlagen. Nach Norden hin erstreckt sich der Ort, langgezogen bis hinauf ins Oberdorf, um dort mit Neueibau zu verschmelzen. Im Hintergrund grüßen der Kottmar und der Oderwitzer Spitzberg. Hinter diesem befindet sich seit 1995 ein beliebtes Ausflugsziel, was Jung und Alt begeistert, die "Sommerrodelbahn".
Die höchste Stelle von Leutersdorf ist der Wacheberg mit einer Höhe von  452 m. Hier befinden sich die sechs markanten Windkraftanlagen, die jährlich ca. 6,75 Millionen Kilowattstunden Strom erzeugen. Der Wacheberg bietet bei schönem Wetter einen imposanten Fernblick.
Die Gemeinde hat es sich als Ziel gesetzt, den Ort und die Region in zunehmenden Maße mit Tourismus zu beleben. Einer der wichtigsten Schritte dafür ist die Mitgliedschaft im Zittauer Naturpark. Neben der reizvollen Landschaft von Leutersdorf, die durch drei phonolithische (teilweise auch basaltische) Spitzberge gekennzeichnet ist (Oderwitzer Spitzberg 510 m, Spitzkunnersdorfer Spitzberg 471 m, Varnsdorfer Spitzberg 544 m) und dem nahen Zittauer Gebirge gibt es hier auch viel Geschichtliches und Kulturelles zu entdecken.
Ganz besonders muss man von unseren drei Kirchen die katholische hervorheben, welche im Jahr 1862, nach einer Bauzeit von zwei Jahren, durch den Zittauer Baumeister Schramm erbaut wurde. 1997 anlässlich der 650 Jahr Feier des Ortes wurde eine komplette Restauration der Kirche vorgenommen. Das Motiv des Ornamentdaches dieser Kirche ist in Deutschland einmalig.
Ein weiterhin sehr attraktives Ausflugsziel gibt es in der Gemeinde Großschönau, der "Trixi-Ferienpark" mit Übernachtungsmöglichkeiten sowie einem schönen Schwimmbad innen und außen. Tierliebhaber kommen in Leutersdorf ebenfalls nicht zu kurz. Esel Johnny und seine Freunde freuen sich über Ihren Besuch im Leutersdorfer "Streichelzoo".
Abschließend ist zu sagen, dass Leutersdorf ein Ausgangspunkt für viele schöne Wanderungen und stets eine Reise wert ist.
Wer mehr über Karasek erfahren möchte, sollte unbedingt den Ringwanderweg folgen, den man unterhalb der Windkraftanlage am Fuße des Wacheberges erreicht. Hier befindet sich auch eine rustikale Gaststätte namens "Karasekschenke", die hungrige Wanderer zum Verzehr der "Karasekplatte" einlädt.